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Die letzten zweieinhalb Tage haben wir in Pokhara zur Entspannung und weiteren Planung genutzt. Um endlich mal etwas vom Annapurnamassiv zu sehen, sind wir jeden Morgen um 5.30 Uhr kurz aufgestanden, sind auf’s Dach gestiegen und haben sehnsüchtig in Richtung der Berge geschaut.

Pokhara ist umgeben von Bergen und hat einen ausgeprägten touristischenTeil direkt an einem See. Jedoch ist es hier im Vergleich zu Kathmandu ruhig, obwohl es eine Vielzahl an tollen Restaurants, Bars und Trekkingagenturen gibt. So haben wir uns auch die Tage verwöhnen lassen mit tollen Essen, Massagen und Shopping.

An einem Abend waren wir in einer Bar mit Blick auf den See und gönnten uns einige der vergleichsweise günstigen Cocktails (2-4 EUR). Glücklicherweise gab es auch hier wieder Livemusik. Nach einer Stunde kam eine nepalesische Band die in purer Perfektion bekannte Rocktitel durch die Boxen schmetterte. Hier sowas zu hören war schon beeindruckend. Und als ob ich mir es gewünscht hätte, tauchte auf einmal eine verrückte Gruppe Trekker und wir tanzen gemeinsam wie wild zum staunen der Gäste, Belegschaft und Band. Wie wir von der Band erfahren mussten, sitzen normalerweise die Gäste auch bei dieser Musik eher ruhig auf ihren Stühlen und lächeln nur.

Um endlich mal unseren Vollbart loszuwerden sind wir zum Barbier gegangen. Ein tolles Erlebnis. Die anschließende Kostprobe seiner Massagekunst war so überzeugend, das wir uns auf eine richtige Massage einließen.
Aus meiner Rückenmassage wurde irgendwann eine Ganzkörpermassage, was teilweise sehr entspannend war. Teilweise nur deshalb, weil wir die Kraft und die Techniken mit der unsere Masseure uns bearbeiten gnadenlos unterschätzt hatten. Und, unseren Muskelkater, der es so gar nicht mochte gedrückt, gestaucht oder gezogen zu werden. Dennoch, so gut geschlafen hatte ich schon lange nicht mehr.

In unseren Guesthouse war ein junges Mädchen (12 – 16 Jahre) den ganzen Tag am putzen und Wäsche waschen. Sie war früh die erste und abends die letzte. Sie hatte immer ein Lächeln im Gesicht, war aber dennoch sehr scheu und schüchtern. Ich dachte immer sie gehört zur Familie, weil sie dort auch schlief und es wunderte mich wieso sie so viel arbeitete und nicht wie ihre Geschwister zur Schule ging. Wie sich kurz vor der Abreise herausstellte, war sie eine Angestellte, denn beim Essen im Familienkreis saß sie auf dem Boden, währenddessen der Rest am Tisch saß. Ich glaube sie ist eine von den Mädchen die für ihre eigene Familie bei einer fremden arbeiteten/leben. Sie wird somit nie eine richtige Schulbildung erhalten und wohlkaum eine Möglichkeit mal besser zu leben. Leider war sie genau ab da verschwunden, als mir das alles bewußt wurde. Das macht mich ein wenig traurig.

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5 Antworten zu “Tiefenentspannung”

  • TomTom sagt

    Nachtrag:
    Mein Durchfall ist seit ein paar Tagen passe. Morgen Nachmittag geht es weiter nach Indien. Allerliebste Grüße aus Kathmandu und vielen Dank allen Kommentarschreibern.

  • Michael sagt

    Tolles Foto! Da hebt ihr wenigstens einmal die Berge bestaunen können, auch wenn nicht auf eurer Wnderung. Aber ich glaube, es war trotzdem ein tolles Erlebnis mit vielen neuen und bleibenden Eindrücken.
    Weiterhin gute Reise und etwas mehr Glück mit dem Wetter bwünschen euch
    Helga und Michael

  • Mäusel und Co sagt

    Hallo Tommi,
    schön das Dein Stuhlgang wieder i.O. ist. Da läuft es sich doch gleich nochmal so schön und die Massage war dabei natürlich auch sehr hilfreich. Das Bergmassiv ist wunderschön. Weiter schöne Tage. Bis Bald
    Mumm und Dad

  • Jens sagt

    Ich freue mich, dass es euch gut geht! Habe in den Nachrichten von Monsunregen und Erdbeben in Nordindien und Nepal gehört … nicht so toll. Wünsche euch weiterhin viel Spaß, Entspannung und bleibende Eindrücke! Jens

  • Asta sagt

    Hi Tom, oh je, da packt mich die Fernweh !!! Ich will auch. Aber mit Familie ist alles irgendwie unflexibler und bald kommt ja auch das 2.
    Bringst du uns ein Bierdößchen als Mitbringsel mit, damit die Fernweh ein wenig gestillt ist?
    Ganz liebe Grüße, Asta

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