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Aller Anfang ist schön
Der Flughafen ist ein Traum. Weitläufig, modern, blitzsauber und teilweise sogar mit Teppich ausgelegt. Auf der Toilette wartet das Personal regelrecht darauf nach dir wieder alles sauber zu wischen. Auch die neue Metro vom Flughafen in die Stadt ist klasse. Schick, modern, schnell und günstig.
Erlebt man Delhi von dieser Seite, erlebt man das moderne und räumlich großzügige Delhi.

Das alte, wahre Delhi
Verlässt man die Scheinwelt des Modernen, wir man erschlagen von der schieren Masse der Menschen die hier leben und den Großteil ihres Lebens auf der Straße verbringen. Die Straßen sind die wahren Lebensandern der Stadt. Hier wird geschlafen, gegessen, gekocht, gespuckt, gepinkelt, … und gewartet (auf den nächsten Transportjob), Waren transportiert oder angepriesen, Autos repariert, gezimmert, … und gefahren und gelaufen. Bürgersteige gibt es nur in den besseren Gegnen.

Leben heißt hier auch gleichzeitig Jeder will der Erste sein, oder zumindest ganz vorne dabei. Egal wo, es wird gedrängelt, geschubst, gehupt und telefoniert. Der der es sich leisten kann fährt selbst oder wird gefahren und läuft nicht. Auswahl gibt es genug, überall stehen Taxis, Tuk Tuks, oder Rikschas rum, preisen Ihre Dienste an oder verstopfen die Straßen. Nutzt man sie, so ist man auf der anderen Seite, jetzt müssen alle vor einen Platz machen, wer das nicht frühzeitig macht wird angehupt.

Wie wir nunmal so sind, dachten wir uns wir gehen auf eigene Faust und zu Fuß ins alte Delhi zum roten Fort. Nach 2 Stunden wahren wir fix und fertig. Die Hitze, die Masse an Leuten, der Spießroutenlauf weil man dauernd im Weg steht, das gehupe der Fahrzeuge die sich Platz verschaffen wollen, der Müll und der Gestank, alles wird einem zuviel und man sehnt sich nach etwas Ruhe und Privatsphäre. Großstädte wie Bangkok oder Sao Paulo sind nichts dagegen.

Hat man sich mal verlaufen oder sucht etwas, so kann auch das zu einem Abenteuer werden. Am Bahnhof heißt es, hier können wir nicht rein ohne Tickets, Guesthouses gibt es mehrfach, Touristeninfos haben auf einmal nur noch morgens auf und da ja Nachmittag ist muss man wo anderes hin, …
Der Inder kann sehr einfallsreich werden, wenn es darum geht irgendwie an das Geld des Touristen zu kommen.

Kontrolle muss sein
Gefühlt ist Indien allem Anschein nach in großer Gefahr. Allein beim Abflug vom Flughafen in Kathmandu nach Indien, wurden wir und unser Handgepäck 5 mal kontrolliert. In Neu Delhi stehen in jedem Metrozugang und vor jedem großem Museum Soldaten zur Personenkontrolle und zusätzlich verschanzt hinter Sandsäcken. Gewalt sieht man dagegen nirgends.

Natürlich gibt es auch schöne alte Gebäude, eine Festung und ein modernes Delhi, dennoch, das alte Indien ist hier überall erkennbar.
Wie geplant sind wir nach zwei Tagen mit dem Zug (17 Stunden) in die Wüste Thar nach Jaisalmer gefahren. Dazu beim nächsten mal mehr.

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