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Von Jaisalmer sind wir 11 Stunden mit dem Bus nach Jaipur gefahren. Der Zug den wir eigentlich nehmen wollten war nämlich komplett ausverkauft und wir wären Platz 11 auf der Warteliste geworden.

Der Bus selbst war unterteilt in Sitze unten und Liegen oben, jedoch auf Höhe eines normalen Reisebusses. Wir hatten Glück und konnten noch zwei der Liegeplätze ergattern. Die Fahrt selbst war eine Mehrfachverwertung fast aller Plätze ebenso der im Stehplätze im Gang. Ständig stiegen neue Fahrgäste mit neuem Gepäck hinzu oder aus. An Schlafen war da leider, auch aufgrund der schlechten Straßen, kaum zu denken.

Jaipur selbst ist vollgestopft mit Tempeln, einem Palast und einer tollen Festung oberhalb der Stadt. Ansonsten ist, wie auch zwei Tage später in Agra, der Rest typisch indisch, also voller kleiner Geschäfte, Straßenhändler, volle und schlechter Straßen, Kühe überall, …

Im Gegensatz zu Neu Delhi und Jaisalmer, lieben hier viele Leute direkt auf der Straße. Hauptsächlich Mütter und Kinder laufen oft bettelnd umher und wenn sie dich erstmal entdeckt haben, kann es ziemlich nervig werden. Die Kleinen lassen nämlich nicht so schnell locker. Oft sieht man auch die notdürftigen Behausungen am Straßenrand.

Da die meisten Tuk Tuk- und Rikschafahrer nicht lesen können, kann der Weg zum Hotel oder Restaurant zuweilen sehr lang werden. Wir hatten mehrfach das Vergnügen, das der Fahrer x mal bei Kollegen Nachfragen musste, ehe wir ankamen.

Die spiritualität der Inder ist dagegen beeindruckend. Kleine Festumzüge sind an der Tagesordnung, die wichtigsten Tempel werden sehr oft besucht und Geschenke mitgebracht. Jeder Besuch ist dabei an der farbigen Markierung auf der Stirn erkennbar.

Von Jaipur über Agra und zurück nach Delhi haben wir uns einen eigenen Fahrer samt Auto und zweimal einen Guide gegönnt. Alles andere wäre aufgrund der engen Zeitplanung nicht möglich gewesen. Leider zeigte sich hier die Krux des indischen Systems sehr deutlich. Jeder möchte an allem mitverdienen, der Tourist ist die goldene Kuh, man muss nur sein Vertrauen gewinnen. Sowohl der Guide wie auch der Fahrer sahen es als selbstverständlich an, das wir ihnen eine großes Trinkgeld (Tipp) geben – unabhängig davon das wir sie über eine Agentur gebucht haben. Speziell unser Fahrer wollte uns ständig neue Hotels oder Restaurants aufschwatzen und das wir auch ja auf seine Tipps hören. Als wir uns am Ende auf einen Hoteltipp vom ihm einließen und dir Zimmer sahen, haben wir postwendend wieder kehrt zu eigentlich von uns reservierten Hotel gemacht.

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