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Nach einer Stadtbesichtigung am Montag, sind wir nun voll im Bergbesteigungsprogramm angekommen.

Am Dienstag fuhren wir zum Rucu Pichincha. Dazu brachte uns die neue Seilbahn (Teleferiqo) direkt aus der Stadt zum Aussichtspunkt Cruz Loma auf 4050 Meter. Ich würde sagen wir waren die ersten Gäste an diesem Tag um 8. Uhr, denn alles war noch verschlossen als wir oben ankamen. Dafür war das Wetter toll und niemand anderes weit und breit zu sehen.

Also, schnell den Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Vulkane genossen, die Schnürsenkel festgezogen, ne winddichte Jacke drüber geworfen und los ging es. Wie in dieser Höhe nicht anders zuerwarten, führte uns der Weg zum Gipfel erstmal durch weite Landschaften aus Pampasgrass über steinigen Untergrund auf loses Geröll. Das ganze war natürlich gespickt mit der einen oder anderen kleinen Kletterpartie. Als wir gegen Mittag endlich auf 4698 Metern ankommen, ist leider alles Wolkenverhangen und ganz schön kalt. Mist, kein Ausblick.

 

Nach dem gestrigen Abstieg haben wir dann noch die Unterkunft gewechselt und sind dazu 1,5 Stunden in das Städtchen Machachi gefahren. Unsere neue vorübergehende Bleibe (nur 2 Nächte) besteht aus kleinen liebevoll eingerichteten Hütten und einem ebenso toll dekorierten Haupthaus. Nach einer kurzen Nacht, trafen wir uns diesmal um 4.30 Uhr zum Frühstück um anschließend zum Fuße der Zwillingsvulkane Ilinitza zu fahren. Naja, fahren war das nicht wirklich: wir holperten im dunkeln eine Stunde lang zum Ziel.

Angekommen auf dem “Parkplatz” auf 3950 Metern, machten wir uns mit der aufgehenden Sonne auf den Weg. Leider machte uns das Wetter zwischendurch einen Strich durch die Rechnung, da eine Besteigung des Gipfels von vorn aufgrund des Schneefalls nicht möglich war. Also entschieden wir uns von hinten (eigentlich der Abstieg) an den Berg zu wagen. Das bedeutete für uns, Regenzeug drüberziehen, wärmende Schicht darunter, Winterhandschuhe raus und Rucksack regendicht machen. Denn auch bei uns regnete/schneite und windete es deutlich, bei gerademal 2-5 Grad.

Nachdem wir uns 2 Stunden über eine extrem steile Geröllschneise gekämpft haben, bei der wir fast mehr zurückgerutscht als vorwärts gekommen sind, mussten wir auf 5.000 Metern aufgeben. Nicht das wir gern bis zum Gipfel gelaufen wären, aber der immer stärke werdende Schneefall und die schlechte Sicht, wäre zu gefährlich für anstehende Kletterpartie geworden.

 
 

 

1 Kommentar zu “Hoch hinaus”

  • Jens sagt

    Tolle Aussichten … auch wenns nicht ganz der Gipfel war! Auch so total beeindruckend. Bleibt gesund und genießt weiter diese grandiose Bergwelt. Schön. mit diesen Fotos ein wenig bei euch sein zu können! Sommerliche Grüße aus Berlin sendet Jens

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